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Medizinische Kompression von Ofa Bamberg

Medizinische Kompressionsstrümpfe

Basistherapie bei Venenleiden, Lipödem und Lymphödem

Medizinische Kompressionsstrümpfe sind ein wichtiger Bestandteil zur Behandlung von Venenerkrankungen wie Krampfadern, sowie bei Lipödemen und Lymphödemen. Sie werden zudem zur Unterstützung der Thromboseprophylaxe eingesetzt.

Sie üben einen exakt definierten, mechanischen Druck auf das Bein aus. Dieser Druck kann den Venendurchmesser verringern, wodurch sich die defekten Venenklappen wieder schließen und das Blut effizienter gegen die Schwerkraft zum Herzen gepumpt wird. Auf diese Weise können die Strümpfe dabei helfen, Schwellungen, Schmerzen und das Gefühl schwerer Beine zu lindern.

Genaue Passform aus dem Fachhandel

Der perfekte Sitz Ihrer medizinischen Kompressionsstrümpfe ist entscheidend für den Therapieerfolg. Aus diesem Grund erhalten Sie Kompressionsstrümpfe ausschließlich im medizinischen Fachhandel. Dort werden Ihre Beine oder Arme professionell vermessen. Bei medizinischer Notwendigkeit und Vorlage eines Rezepts übernimmt die Krankenkasse in der Regel den Großteil der Kosten.

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Wie wirken medizinische Kompressionsstrümpfe?

Medizinische Kompressionsstrümpfe wirken durch einen exakt definierten, von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein (degressive Kompression). Dieser mechanische Druck verengt erweiterte Venen, wodurch sich defekte Venenklappen wieder schließen können. Das Blut versackt nicht mehr in den Beinen, sondern wird von der sogenannten Wadenmuskelpumpe bei jeder Bewegung effizient gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen gepumpt.

Der etablierte medizinische Konsens der phlebologischen Fachgesellschaften [1] bestätigt die Wirksamkeit dieses Prinzips. Durch den gezielten Druck von außen können Kompressionsstrümpfe folgende medizinische Effekte unterstützen:

  • Reduzierung von Schwellungen (Ödemen): Der Druck von außen kann den Rückfluss von Blut und Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe fördern und so den Beinumfang verringern.
  • Linderung von Symptomen: Schweregefühl, Spannungsgefühle und Schmerzen in den Beinen (typisch bei chronischer Veneninsuffizienz) können gelindert werden.
  • Prävention von Thrombosen: Durch die Unterstützung des Blutflusses kann das Risiko für eine Blutgerinnselbildung reduziert werden.
kranke Vene
Kranke Vene
gesunde Vene
Gesunde Vene
Vene mit medizinischem Kompressionsstrumpf
Vene mit Kompressionsstrumpf

Kompressions-, Stütz- oder Thrombosestrümpfe: Wo liegt der Unterschied?

Oft werden die Begriffe synonym verwendet, doch aus medizinischer Sicht gibt es gewaltige Unterschiede in der Wirkung und im Einsatzgebiet. Hier ist die klare Unterscheidung:

  • Medizinische Kompressionsstrümpfe (Die Therapie): Sie sind ein medizinisches Hilfsmittel, das vom Arzt bei Venen- und Ödemerkrankungen verordnet wird. Sie üben einen genormten, von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein aus, um den Blut- und Lymphfluss aktiv zu verbessern. Sie werden im Sanitätshaus exakt an das Bein angemessen und im aktiven Alltag getragen.
  • Stützstrümpfe (Die Vorbeugung): Stützstrümpfe sind keine medizinischen Hilfsmittel und werden nicht vom Arzt verschrieben. Sie dienen ausschließlich zur Vorbeugung schwerer Beinen (z. B. auf langen Reisen oder bei stehenden Berufen). Ihr Druck wird oft in der Fadenstärke „den“ (Denier) angegeben und besitzt keinen medizinisch kontrollierten Druckverlauf.
  • Antithrombosestrümpfe (Das Krankenhaus-Hilfsmittel): Diese meist weißen Schenkelstrümpfe (auch als Thrombosestrümpfe bekannt) sind ausschließlich für bettlägerige oder frisch operierte Patienten im Krankenhaus gedacht. Sie arbeiten mit einem sehr geringen Druck, der nur im Liegen funktioniert. Wichtig: Sobald Sie wieder aufstehen und laufen können, verlieren diese Strümpfe ihre Wirkung und sind für den aktiven Alltag ungeeignet.

Zum Vergleich: Kompressions-, Stütz- und Thrombosestrümpfe

Wann brauche ich medizinische Kompressionsstrümpfe?

Medizinische Kompressionsstrümpfe werden vom Arzt verschrieben, wenn das Venen- oder Lymphsystem Unterstützung benötigt, um den Abtransport von Flüssigkeiten aus den Beinen zu unterstützen. Sie sind die Basistherapie bei einer Vielzahl von Diagnosen.

Zu den häufigsten Anwendungsgebieten (Indikationen) zählen:

Welche Ausführungen von Kompressionsstrümpfen gibt es?

Medizinische Kompressionsstrümpfe von Ofa sind in verschiedenen Längen (von Kniestrümpfen bis zur Strumpfhose) sowie als Serienmaß oder individuelle Maßanfertigung erhältlich. Welche Ausführung für Sie die richtige ist, hängt von der genauen Lokalisation Ihrer Beschwerden ab und wird von Ihrem behandelnden Arzt auf dem Rezept vermerkt.

Zu den gängigsten Längen-Varianten gehören:

  • Kompressionskniestrümpfe (AD): Reichen von den Füßen bis knapp unter das Knie. Sie sind ideal zur Behandlung von Krampfadern an den Unterschenkeln und zur Thromboseprophylaxe auf Reisen.
  • Kompressionsschenkelstrümpfe (AG): Reichen bis zur Mitte oder zum oberen Drittel des Oberschenkels. Ein integriertes Haftband (z.B. mit Silikonnoppen) sorgt für sicheren, rutschfesten Halt. Sie eignen sich bei chronischer Veneninsuffizienz oder nach venenchirurgischen Eingriffen.
  • Kompressionsstrumpfhosen (AT): Bieten eine flächendeckende Kompression von den Füßen bis hoch in den Hüftbereich. Sie sind mit verschiedenen Leibteilen erhältlich, was sie unter anderem perfekt für Schwangere mit venösen Beschwerden macht.
  • Spezielle Maßanfertigungen: Bei asymmetrischen Körpermaßen oder komplexen Ödemen (Lipödem/Lymphödem) werden flachgestrickte Kompressionslösungen exakt nach Ihren Körpermaßen gefertigt – auch für Arme (Kompressionsärmel) oder Hände.

Kniestrumpf (AD)

medizinischer Kniekompressionsstrumpf

Kniestrumpf (AD)

Kniekompressionsstrumpf mit Bündchen

Schenkelstrumpf (AG)

medizinischer Schenkelkompressionsstrumpf

Geschlossene Fußspitze

medizinische Kompressionsstrümpfe mit geschlossener Spitze

Offene Fußspitze

medizinische Kompressionsstrümpfe mit offener Spitze

Strumpfhose (AT)

medizinische Stützstrumpfhose mit Panty-Leibteil

Strumpfhose mit Slipleibteil (AT/S)

medizinische Stützstrumpfhose mit Slip-Leibteil

Umstandshose (AT/U)

medizinische Stützstrumpfhose mit extra weitem Leibteil

Kompressionsklassen und Strickverfahren

Die Art und Schwere Ihrer Erkrankung bestimmen das angewandte Strickverfahren der Strümpfe und den benötigten Druck (Kompressionsklasse).

Medizinische Kompressionsstrümpfe werden in vier genormte Kompressionsklassen (KKL 1 bis 4) eingeteilt. Während KKL 1 typischerweise bei leichten Beschwerden wie schweren Beinen eingesetzt wird, kommt KKL 4 bei extremen Schwellungen zum Einsatz.

Zudem wird zwischen zwei grundlegenden Fertigungstechniken unterschieden:

  1. Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe (nahtlos): Werden wie ein Schlauch gestrickt, sind hochelastisch und das Standard-Hilfsmittel bei Venenerkrankungen (wie Krampfadern).
  2. Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe (mit Naht): Werden flach gestrickt und exakt an die Körperform genäht. Sie sind weniger dehnbar, formstabil und werden zwingend in der Ödemtherapie (Lipödem, Lymphödem) eingesetzt, um das Gewebe aktiv zusammenzuhalten.

Alles über Kompressionsklassen & Druckeinheiten

Rundstrick oder Flachstrick: Welches Verfahren brauche ich?

Kompressionsstrümpfe für Frauen, Männer und Schwangere

Venen- und Ödemerkrankungen betreffen unterschiedlichste Menschen in verschiedenen Lebensphasen. Deshalb gibt es heute keine "Einheitslösungen" mehr, sondern medizinische Hilfsmittel, die exakt auf die Anatomie und den Alltag der jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten sind.

Modische Kompressionsstrümpfe für Frauen 

Medizinische Wirksamkeit schließt modische Eleganz nicht aus. Bei Ofa verwandeln wir das klassische Hilfsmittel in ein modisches Statement. Mit unseren wechselnden Modefarben, dezenten Erdtönen oder strahlenden Sommerfarben lassen sich unsere Kompressionsstrümpfe (wie die Memory- und die Memory Aloe Vera-Serie) nahtlos in Ihre tägliche Garderobe integrieren. So lässt sich ein angenehmes Tragegefühl mit einem selbstbewussten Auftreten kombinieren.

Zum Strumpffinder: Entdecken Sie Ihr Modell

Medizinische Kompressionsstrümpfe für Herren 

Venenleiden sind kein reines Frauenproblem: Laut der Bonner Venenstudie [2] leidet jeder fünfte Mann an einer Venenerkrankung und jeder sechste an Beinschwellungen. Dennoch zögern viele Männer beim Thema Kompression. Mit speziellen Modellen wie dem Memory Men oder unserer universell tragbaren Memory-Serie bieten wir Lösungen, die optisch nicht von einem eleganten Business-Kniestrumpf zu unterscheiden sind. Die Strümpfe sind dezent, in klassischen Farben erhältlich und fügen sich unauffällig in den Geschäfts- und Privatalltag ein, während sie Schwellungen und Schmerzen effektiv lindern können.

Kompressionsstrümpfe in der Schwangerschaft 

Während der Schwangerschaft steigt das Risiko für Thrombosen und Krampfadern an. Der Grund: Die Hormone machen die Venenwände weicher, das Blutvolumen steigt und das Gewicht des Babys drückt auf die Beckenvenen. Kompressionsstrumpfhosen mit speziellem, mitwachsendem Schwangerschafts-Leibteil entlasten die Beine sofort. Ein faszinierender medizinischer Nebeneffekt: Eine klinische Studie (Mendoza et al., 2017) [3] belegt, dass das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen bei rund einem Drittel der Frauen sogar typische Beschwerden der Frühschwangerschaft wie Übelkeit, Erbrechen und Schwindel signifikant reduziert hat. Diese Ergebnisse sollten jedoch im individuellen Kontext ärztlich eingeordnet werden.

Häufige Fragen zur Anwendung von Kompressionsstrümpfen

Wie lange am Tag sollte man Kompressionsstrümpfe tragen? 

Medizinische Kompressionsstrümpfe sollten täglich von morgens bis abends getragen werden. Ziehen Sie die Strümpfe idealerweise direkt nach dem Aufstehen an, wenn Ihre Beine noch nicht angeschwollen sind, und legen Sie diese erst kurz vor dem Schlafengehen wieder ab. Nachts im Liegen müssen und sollten Sie die Strümpfe ausziehen, da das Venen- und Lymphsystem durch die waagerechte Position des Körpers bereits entlastet werden. Nach sechs Monaten täglichen Tragens verliert das kompressive Gestrick laut Qualitätsnorm [4] an Spannung – ab dann bei Fortbestehen der medizinischen Indikation in der Regel ein Anspruch auf eine Neuversorgung.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Kompressionsstrümpfe? 

Ja, bei medizinischer Notwendigkeit übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen ibn der Regel die Kosten für bis zu zwei Paar Kompressionsstrümpfe pro Jahr (Wechselversorgung) [5]. Voraussetzung dafür ist, dass Ihnen Ihr Arzt ein Rezept für die Strümpfe ausstellt. Sie zahlen im medizinischen Fachhandel die gesetzliche Zuzahlung (in der Regel zwischen 5 und 10 Euro) sowie mögliche Aufzahlungen für spezielle modische oder individuelle Ausführungen.

Wie wäscht und pflegt man medizinische Kompressionsstrümpfe richtig?

Sie sollten Ihre Kompressionsstrümpfe täglich bei maximal 40 Grad waschen (Waschmaschine oder Handwäsche), verzichten Sie dabei aber zwingend auf Weichspüler [4]. Das tägliche Waschen ist nicht nur aus hygienischen Gründen wichtig für die Haut, sondern stellt auch die medizinische Wirkung wieder her: Die elastischen Fäden im Garn ziehen sich durch das Wasser wieder zusammen und reaktivieren den nötigen Druck für den nächsten Tag. Weichspüler hingegen verklebt die Fasern und zerstört die Kompressionswirkung dauerhaft.

Nutzen Sie unseren Erinnerungsservice für medizinische Kompressionsstrümpfe!

Kompressionsstrümpfe verlieren nach sechs Monaten täglichen Tragens ihre medizinische Wirksamkeit. Damit Ihre Therapie lückenlos weiterläuft, erinnert Sie unser kostenloser Service rechtzeitig per E-Mail an Ihr neues Rezept und den Termin bei Ihrem Fachhändler. Da Ihr Arzt für die Ausstellung eines Folgerezepts stets die anhaltende medizinische Notwendigkeit feststellen muss, hilft Ihnen unsere automatische Erinnerung dabei, den nötigen Arztbesuch frühzeitig und stressfrei zu planen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Beine stets optimal versorgt sind.

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Weitere Fragen zur Kompressionstherapie

Das Weglassen der Kompressionsstrümpfe kann zu einer raschen Verschlechterung der Symptome führen. Blut und Lymphflüssigkeit können sich wieder in den Beinen stauen, was zu schmerzhaften Schwellungen, einem Schweregefühl und dem Fortschreiten von Venenerkrankungen (wie Krampfadern) führt. Zudem kann sich bei Risikopatienten die Gefahr für eine Thrombose erhöhen.

Bei korrekter, maßgenauer Anpassung durch das Sanitätshaus sind Nebenwirkungen bei medizinischen Kompressionsstrümpfen selten. Die häufigste und harmlose Begleiterscheinung ist trockene Haut, da das feste Gestrick Feuchtigkeit aufnehmen kann. Unser Tipp: Spezielle Hautpflegeprodukte oder Strümpfe mit mikroverkapselter Hautpflege (wie unsere Memory Aloe Vera Serie) können dem effektiv entgegenwirken und spenden Feuchtigkeit während des Tragens.

Ja, das Tragen beim Sport ist bei bestehenden Venen- oder Lymphleiden empfehlenswert. Die Wadenmuskelpumpe arbeitet bei körperlicher Bewegung auf Hochtouren. Der Kompressionsstrumpf erzeugt von außen den nötigen Gegendruck, damit die Muskelpumpe das Blut beim Sport effizienter zum Herzen zurücktransportieren kann. (Für gesunde Sportler ohne medizinische Indikation gibt es spezielle Sport-Kompressionsstrümpfe).

Ja, medizinische Kompressionsstrümpfe können dabei helfen, typische Begleitsymptome von Long-Covid – insbesondere Kreislaufbeschwerden – spürbar zu lindern. Viele Long-Covid-Patienten leiden unter andauernder, massiver Erschöpfung (Chronisches Fatigue-Syndrom) oder Kreislaufstörungen beim Stehen. Da es gegen die Ursache selbst noch keine Therapie gibt, steht die Linderung der Symptome im Fokus. Gemäß der offiziellen medizinischen Long-COVID-Leitlinie [6] gehören Kompressionsstrümpfe hierbei zu den empfohlenen Behandlungsansätzen: Durch den gezielten Druck auf die Beine unterstützen sie das Herz-Kreislauf-System aktiv, verhindern das Versacken von Blut und stabilisieren den Kreislauf. Dies hilft dem Körper, wertvolle Energie zu sparen und der Erschöpfung im Alltag entgegenzuwirken. 

Erfahren Sie in unserem ausführlichen Beitrag mehr darüber, wie Kompression und Long-Covid zusammenhängen und wie Betroffene wieder mehr Lebensqualität gewinnen können.


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